Die V2 Data Engine führt gegenüber dem klassischen Datenpfad veränderte Host-, Kernel- und Ressourcenanforderungen ein.
Die Schulung untersucht Voraussetzungen, selektive Aktivierung und den versionsabhängigen Funktionsumfang. Kernelmodule, Huge Pages, CPU-Reservierung, NVMe-TCP, UBLK und Interrupt Mode werden in einer isolierten Testumgebung geprüft.
Inhaltsübersicht
- Architektur und Funktionsumfang
- Hostvoraussetzungen
- Huge Pages und CPU
- Selektive Aktivierung
- NVMe-TCP testen
- UBLK bewerten
- Interrupt Mode messen
- Pilot und Rückfall
Zielsetzung
Die Schulung verfolgt folgende fachliche und betriebliche Ziele:
- V1- und V2-Datenpfade technisch und betrieblich unterscheiden.
- Knoten mit Kernelmodulen, Huge Pages und CPU-Ressourcen vorbereiten.
- V2 selektiv aktivieren und geeignete Frontends testen.
- Feature-Unterstützung, Leistung und Einführungsrisiken bewerten.
Lernmodule und praktische Übungen
1. Architektur und Funktionsumfang
Die Auswahl beginnt mit einer versionsbezogenen Feature-Prüfung.
- Schritt 1: V1- und V2-Engine, Instance Manager und Frontends vergleichen.
- Schritt 2: Unterstützte und nicht unterstützte Volume-Funktionen erfassen.
- Schritt 3: Experimentelle von freigegebenen Funktionen trennen.
- Schritt 4: Pilotworkloads und Ausschlusskriterien definieren.
2. Hostvoraussetzungen
V2 benötigt zusätzliche, explizit nachzuweisende Hostfunktionen.
- Schritt 1: CPU-Architektur, Kernelversion und benötigte Module erfassen.
- Schritt 2: vfio_pci und uio_pci_generic prüfen.
- Schritt 3: NVMe-TCP- und UBLK-Unterstützung getrennt validieren.
- Schritt 4: Abweichungen als Knotenlabel dokumentieren.
3. Huge Pages und CPU
Speicher- und CPU-Reservierung werden abgestimmt.
- Schritt 1: Huge-Page-Bedarf und verfügbare Reserven bestimmen.
- Schritt 2: Betriebssystem und Kubernetes für Huge Pages konfigurieren.
- Schritt 3: Guaranteed Instance Manager CPU festlegen.
- Schritt 4: Ressourcenverbrauch vor und nach Aktivierung messen.
4. Selektive Aktivierung
Die neue Engine wird nur auf geeigneten Knoten und Volumes zugelassen.
- Schritt 1: Globale und knotenspezifische Aktivierung unterscheiden.
- Schritt 2: Geeignete Knoten kennzeichnen und erneut prüfen.
- Schritt 3: V2-fähige StorageClass oder Volume-Konfiguration anlegen.
- Schritt 4: Erstellte Instanzen und Datenpfad kontrollieren.
5. NVMe-TCP testen
Das Frontend wird mit Fokus auf Erreichbarkeit und Fehlerverhalten geprüft.
- Schritt 1: nvme_tcp-Modul und benötigte Dienste validieren.
- Schritt 2: Testvolume bereitstellen und an einen Pod anbinden.
- Schritt 3: Gerät, Mount und I/O-Pfad auf dem Knoten nachvollziehen.
- Schritt 4: Knotenwechsel und Wiederanbindung testen.
6. UBLK bewerten
UBLK wird nur eingesetzt, wenn Kernel und Funktionsumfang passen.
- Schritt 1: ublk_drv und Huge-Page-Abhängigkeit prüfen.
- Schritt 2: Frontend in der Testkonfiguration aktivieren.
- Schritt 3: Volume bereitstellen und I/O-Funktion messen.
- Schritt 4: Stabilität, Wiederanlauf und Einschränkungen dokumentieren.
7. Interrupt Mode messen
Leistung wird durch Vergleichsmessung optimiert.
- Schritt 1: Baseline mit Standardmodus erfassen.
- Schritt 2: Interrupt Mode in geeigneter Testkonfiguration aktivieren.
- Schritt 3: CPU-Verbrauch, Latenz und Durchsatz vergleichen.
- Schritt 4: Einsatzgrenze anhand der Messwerte festlegen.
8. Pilot und Rückfall
Eine produktive Einführung erfolgt in begrenzten Schritten.
- Schritt 1: Pilotvolumes mit niedriger Kritikalität auswählen.
- Schritt 2: Backup, Monitoring und Supportdaten vorbereiten.
- Schritt 3: Abnahme- und Abbruchkriterien anwenden.
- Schritt 4: Ergebnisse in Feature-Matrix und Rückfallplan überführen.
Zielgruppe
Erfahrene Kubernetes- und Longhorn-Administration, Linux-Plattformbetrieb, Performance Engineering und technische Architektur.
Voraussetzungen
Fundierte Longhorn- und Kubernetes-Kenntnisse, Linux-Kernel- und Storage-Grundlagen sowie Zugriff auf geeignete Testknoten.
Methodik
Die Inhalte werden durch fachliche Einordnung, Live-Demonstrationen, angeleitete Schrittfolgen und eigenständige Laborübungen vermittelt. Jeder Themenblock endet mit einer technischen Kontrolle anhand definierter Sollzustände.
Fachbereichsleitung und Trainerteam
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Lucas Beich
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: lucas.beich@seminar-experts.de -

Paul Goldschmidt
Telefon: + 49 (221) 74740055
E-Mail: paul.goldschmidt@seminar-experts.de
Seminardetails
| Dauer: | 2 Tage ca. 6 h/Tag, Beginn 1. Tag: 10:00 Uhr, weitere Tage 09:00 Uhr |
| Preis: | ###ZWEITAGEHOCH### |
| Teilnehmeranzahl: | min. 2 - max. 8 |
| Teilnehmer: | Erfahrene Kubernetes- und Longhorn-Administration, Linux-Plattformbetrieb, Performance Engineering und technische Architektur. |
| Voraussetzungen: | Fundierte Longhorn- und Kubernetes-Kenntnisse, Linux-Kernel- und Storage-Grundlagen sowie Zugriff auf geeignete Testknoten. |
| Standorte: | ###STANDORTE### |
| Methoden: | Fachvortrag, Demonstrationen, angeleitete Schrittfolgen und praktische Übungen am System |
| Seminararten: | Öffentlich, Webinar, Inhaus, Workshop - alle Präsenzformate mit Trainer vor Ort, Webinar nur bei ausdrücklicher Festlegung |
| Durchführungsgarantie: | ja, ab 2 Teilnehmern |
| Sprache: | Deutsch - bei Firmenseminaren ist auch Englisch möglich |
| Seminarunterlage: | Dokumentation auf Datenträger oder als Download |
| Teilnahmezertifikat: | ja |
| Verpflegung: | Kalt- und Warmgetränke, Mittagessen, wahlweise vegetarisch |
| Support: | 3 Anrufe im Seminarpreis enthalten |
| Barrierefreier Zugang: | an den meisten Standorten verfügbar |
| ###TEL### |
Seminartermine
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